Im allgemeinen Sinn steht der Begriff Aufwand für eine zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen. Aufwand kann z.B. in Geldeinheiten, Arbeitsstunden, Materialbedarf etc. bewertet werden.
Innerhalb des betrieblichen Rechnungswesens bedeutet Aufwand den bewerteten Verbrauch aller Güter (Waren und Dienstleistungen) in einer bestimmten Periode. Kosten stellen den bewerteten Verbrauch aller Güter (Waren und Dienstleistungen) in einer bestimmten Periode dar, welche zur Erstellung der betrieblichen Leistung notwendig sind. Bei Kosten liegt der Fokus somit auf der tatsächlichen betrieblichen Leistungserbringung. Häufig werden die Begriffe aber auch synonym verwendet.
Das Einhalten eines zugesicherten Budgets ist einer der Grundpfeiler für den wirtschaftlichen Erfolg eines Projektes. Aus diesem Grund spielen folgende Prozesse eine wichtige Rolle:
Gemeinsam bilden sie das Kostenmanagement in Projekten.
Für die Bestimmung der Kosten, die einem Projekt zugeordnet werden, sind alle Einsatzmittel für die Erbringung der betrieblichen Leistung zu berücksichtigen. Hierzu gehören u.a. die eingesetzten internen Arbeitskräfte, Rohstoffe, Halbzeuge, Materialien, Ausrüstungen, externe Dienstleistungen und Einrichtungen. Soweit möglich, wird für jedes Element des Projektstrukturplans eine Abschätzung der Kosten vorgenommen, die für seine Fertigstellung anfallen werden. Die bekanntesten Schätztechniken sind:
Eine Aggregation der geschätzten Kosten für die einzelnen Projektstrukturplanelemente liefert einen Basisplan für die Gesamtkosten, gegen den die Projektleistung gemessen werden kann, z.B. mit Hilfe der Earned-Value-Analyse.
Zur Steuerung der Projektkosten gehört u.a. (vgl. PMBOK (R) Guide, Kapitel 7):
Das zentrale Steuerungsinstrument ist die Earned-Value-Analyse. Wegen ihrer grundlegenden Bedeutung ist sie in einem eigenen Hauptabschnitt beschrieben. Neben ihrer Rolle, die sie für das Kostenmanagement in Projekten spielt, hat sie auch einen starken Bezug zu den Prozessen Terminmanagement, Qualitätsmanagement und Risikomanagement.